Highlights, Schwarze Löcher und Lichtblicke aus der convers community, R*msd*rf
Hier gibt es ein paar News, die unsere letzten drei Monate zusammen fassen. Überspring die Überschriften, die du schon kennst. Aber es wäre toll, wenn du eine Minute für uns bei Gott einstehst. Warum, steht am Ende. Wir brauchen das.
- Klein aber fein - Leben in und um convers R*msd*rf
Die Wintermonate in unserem großen Haus im kleinem Dorf sind immer eine sehr spannende Angelegenheit: alles ist grau, die Räume kalt, das die Busse nur 2x am Tag fahren fällt nun besonders auf. Man hockt praktisch zwangsläufig aufeinander.
Aber diese grauen Wintermonate haben wir prima ‚überstanden‘. Elli und Domi und wir Lägels haben es uns einfach schön gemachen. Elli und Domi waren im Dezember zu vierwöchigen Praktikas im Stoffwechsel, Dresden und in Chemnitz. Im Januar haben wir Marians Abschied in Ramsdorf und den Neuanfang (s)einer kleinen Gemeinschaft in Erkelenz gefeiert. Und im Februar haben wir zwei Wochen Freunden beim Einzug in ihr neues Community-Schloss geholfen.
So waren auch diese Monate nicht wirklich langweilig. Und wir haben mit Elli und Domi tolle 7 Monate hinter uns. Im Juli ist für beide dieses Jahr auch schon wieder vorbei.
- Prison Break - Hilfe in der JSA Regis-Breitingen
Seit Ende letzten Jahres bin ich nun ja auch endlich im Gefängnis. Zumindest ab und zu als ehrenamtlicher Helfer. Wir haben ja hier direkt um die Ecke DIE Jugendstrafanstalt für Sachsen. Knapp 300 Jugendliche zw. 14 und 24 Jahren sitzen hier.
Im Januar hatten wir dann auch gleich eine Volxbibel Lesung mit Martin Dreyer. Das kam echt gut an, auch die verschenkten Bibeln dazu. Ansonsten besteht das zukünftige und bisherige Engagement darin einfach in Kontakt zu bleiben mit einigen der Jugendlichen: Briefe schreiben, Gottesdienste mit besuchen, bei der „Väter im Gefängnis“-Gruppe dabei sein. Mir macht das sehr viel Spass (vielleicht das falsche Wort). Aber irgendwie ist das ein Platz an dem ich mich - so komisch es klingt - wohl fühle.
Aber die Lage der Jugendlichen macht mich echt betroffen: wenig Besuch, abgeschnitten von ihrer Familie und ihrer Vergangenheit und eine ungünstige Prognose für die Zukunft. Dabei ist es so nötig, die Mauer der Isolierung von außen zu durchbrechen - und auch möglich. Briefe schreiben kann doch fast jeder, oder? (Mt 25,39)
- Mobbing? „Gewalt hilft!“ - Andrea, Elli und Domi in der Schule
Andrea, Elli und Domi sind auch weiterhin zweimal die Woche in der Schule. Das kostet manchmal auch viel Kraft. Man kann Lehrer, die diese Aufgabe quasi rund um die Uhr meistern, nur bewundern. Manchmal fragt man sich wirklich, wie Hilfe wirklich aussehen kann und sollte. Schwerpunkt-Thema bei Andrea ihrem Klassencoaching ist gerade „Mobbing“. Bei einer Umfrage, was den helfen würde, wenn man gemobbt wird, antworteten fast alle Schüler: „Einfach mal zuschlagen!“ „Gewalt hilft immer.“ „Na, den anderen eine draufgeben.“ Ein Tag zuvor war der Amoklauf eines gemobbten 17 Jährigen in den Medien.
Eine Antwort diese Grundsatzfrage: „Wie können wir den Kindern in der Schule wirklich helfen?“ scheinen - so abgedroschen das klingt - Beziehungen zu sein. Und deshalb ist es auch immer wieder cool, wenn Kids an der Türe klingeln und in unseren Alltag hinein platzen. Scheinbar hilft ein warmer Kakao und eine Stunde „da sein“ mehr, als vieles andere?
- -30° Celsius - ein k/altes Haus ist ein k/altes Haus
Warmen Kakao hatten wir auch nötig. Minus 30° Celsius! Zumindest in einer Nacht. Wir waren mitten im Kälteloch Deutschlands. Und trotz aller Vorsorge: es war einiges eingefroren und zwei übersehene Heizkörper sind jetzt im Heizungshimmel.
Aber wir haben es überlebt - auch dank, der immer treuen Holzöfen. :) So ein Winter offenbart eben auch wieder die Tücken dieses alten Hauses: Schnee UNTER dem Dach, Leitungen OHNE Isolierung, eine alte Heizung, die mal läuft, mal nicht.
Schade war, dass unser Sparvorsatz durch den kalten Winter nicht zu halten war: Wir wollten das große Schulgebäude weitgehend unbenutzt, und so auch ungeheizt lassen, um zu sparen. Während dieser Kälteperiode musste aber trotzdem fast volle Kraft geheizt werden, um ein Einfrieren des Hauses zu verhindern, so dass nun das Öl erstmal alle ist.
Kurz und knapp: Dieses große alte Haus und die entsprechenden Nebenkosten, sind gerade eine echte und existenzielle Herausforderung für uns als Mini-Gemeinschaft. Wir brauchen da wirklich Hilfe.
- Winter nicht nur im Narnia-Land - die ersten Frühlingsblüher brechen durch
Scheinbar färbt das kalte Wetter tatsächlich auch ein wenig auf die Seele ab. Und nicht nur die Natur wartet auf neue Triebe und grünende Wiesen. Persönlich und als Gemeinschaft kostet uns diese Zeit, kosten uns die Umstände gerade eine ganze Menge. Und gerade da ist es toll, dass wir da zusammen so toll miteinander durch gehen.
Die Umstände allein betrachtet, scheinen uns manchmal wirklich zu erdrücken, bedrückend sind sie auf alle Fälle: ein altes großes Haus, kein Geld für Bau, Heizöl alle etc etc. Das meine ich gar nicht als Beschwerde, sondern als Feststellung. „Es ist nun eben, wie es ist.“ Wir schwanken gerade zwischen zwei Seiten: An dem festhalten, was Gott uns gezeigt und gegeben hat - als Aufgabe, als Auftrag, als Herausforderung. Aber in dem Ganzen nicht die Grenze zum „unvernünftigen“ überschreiten: Familie, Ehe, Beziehungen sind wichtiger, als ein (falschverstandener) Auftrag. Und ich muss ehrlich sagen, weder die Wohlfühl-Kultur noch die „Vision über alles Schule“ sind da gute Lehrer. Wir wollen „ein Haus für den Herrn bauen“. Und zur Zeit prüfen wir, ob wir genügend Material haben. Hoffnung haben wir, zumindest bricht sie als zartes Schneeglöckchen durch den Frostboden der Umstände.
- Was dir vor die Hände kommt, tu mit deiner ganzen Kraft, Prediger 9
Das ist quasi unser Motto bis Juni: Wir wollen das tun, was uns vor die Nase kommt, das mit ganzer Kraft, aber eben auch nur das, und nicht schon dass, was vielleicht später kommt. Ins Gefängnis und in die Schule gehen können wir, Briefe schreiben auch, unsere Tür auch weiterhin offen halten. Sei es für Kids aus der Schule oder für Heinz, unseren Obdachlosen Freund, der zum Glück den Winter gut überstanden hat.
Dieses Motto steht im Prediger Kapitel 9. Und wenn man sich die Verse davor mal genauer anschaut, bin ich froh, dass auch so was in der Bibel steht:
„Darum iss dein Brot und trink deinen Wein und sei fröhlich dabei! So hat es Gott für die Menschen vorgesehen und so gefällt es ihm. Nimm das Leben als ein Fest: Trag immer frisch gewaschene Kleider und sprenge duftendes Öl auf dein Haar! Genieße jeden Tag mit der Frau, die du liebst, solange das Leben dauert, das Gott dir unter der Sonne geschenkt hat, dieses vergängliche und vergebliche Leben. Denn das ist der Lohn für die Mühsal und Plage, die du hast unter der Sonne. Wenn sich dir die Gelegenheit bietet, etwas zu tun, dann tu es mit vollem Einsatz. Denn du bist unterwegs zu dem Ort, von dem kein Mensch wiederkehrt. Wenn du tot bist, ist es zu Ende mit allem Tun und Planen, mit aller Einsicht und Weisheit.
“
- Bitte unterstützt uns und betet - jetzt? - kurz für uns:
- Wir möchten gerne die Haussituation klären.
Für weitere Renovierungen und die entsprechenden Förderungen benötigen wir mindst. einen langfristigen Mietvertrag oder sogar die Möglichkeit das Haus zu erwerben.
- Familien, die kommen möchten.
Eine geklärte Haussituation ist auch da eine Vorraussetzung um Familien, die kommen möchten eine Zusage geben zu können. Betet das Gott sie wirklich zu diesem Leben in einer geschwächten Region beruft. "Ich finde das toll!" ist leider nicht alles, was man braucht.
- Perspektive
Wir möchten auch über das hinaus „was uns vor die Hände kommt“, einen Perspektive von Gott. Wenn man alle Herausforderungen zusammen zählt, scheint das gerade schwer zu entscheiden.
- Die Jugendlichen im Gefängnis benötigen wirklich eine 'übernatürliche' Veränderung.
Sonst werden, wie z.T. ihre Väter, auch ihre Kinder wieder im Gefängnis enden. Momentan tragen wir alle Ausgaben für die Schularbeit, die Besuche und Veranstaltungen im Gefängnis privat. Förderungen scheint es nicht zu geben bzw. sind äußerst beschränkt. Habt ihr Ideen oder die Möglichkeit uns zu helfen? Um Schul- und Gefängnissachen weiterhin unternehmen zu können brauchen wir 350€ pro Monat.
- Finanzen für die Arbeit mit und für die Menschen.
Ähnlich sieht es mit den Aktionen im und ums Haus aus. Z.B. ist das Öl alle, mit dem die Heizung für Büro, Gästewohnung und Gemeinschaftsraum betrieben wird. Wir sind finanziell z.Z. nicht in der Lage Öl zu bestellen, so dass wir das gerade gar nicht mehr wirklich nutzen können. Wir benötigen noch 700€ für das Öl bis zum nächsten Herbst. Es wäre toll, wenn du uns da helfen kannst?
Kontodaten: 24-7 Prayer e.V. (convers)
24-7 PRAYER e.V. // Konto 10 2576 020
BLZ 850 951 64 // LKG Sachsen
Zweck: convers
Da diese Gelder nur für die gemeinnützigen Aktionen und Tätigkeiten der convers community ausgegeben werden, kann man sowohl bei der Überweisung als auch bei der Paypal-Zahlung eine Spendenbescheinigung erhalten.
Danke für das lesen, beten, helfen!